Geschlechtsorgane



Geschlechtsorgane beim Mann



verändert nach: Faller A, Der Körper des Menschen, Thieme Stuttgart 1999.

Der Aufbau der menschlichen Geschlechtsorgane sollte ja eigentlich bekannt sein. dennoch wollen wir hier noch einmal kurz darauf eingehen.

Die Spermien werden wie die männlichen Geschlechtshormone in den Hoden produziert. Von hier gelangen die Samenzellen zur Lagerung in den Nebenhoden.

Bei Bedarf gelangen die Spermien über den Samenleiter in Höhe der Vorsteherdrüse (Prostata) in die Harnröhre. Kurz vorher mündet die Bläschendrüse in den Samenleiter. Die Ausführungsgänge der Prostata und der Cowper-Drüse münden unmittelbar in die Harnröhre.

Die Schwellkörper ermöglichen die Erektion und somit das Eindringen in die Scheide.

Wie genannt, wird in den Hoden neben den Spermien auch das Geschlechtshormon Testosteron produziert. es fördert die Bildung der Samenzellen und ist außerdem für die Entwicklung der sekundären männlichen Geschlechtsmerkmale verantwortlich.

Die Spermien sind etwa 0,05 mm lang und somit relativ groß und gut im Lichtmikroskop erkennbar. Am Kopf des Spermiums sitzt eine kappenartige Struktur, mit der die Wand der Eizelle durchbrochen werden kann. Mit Hilfe des Schwanzes können sich die Spermien mit einer Geschwindigkeit von etwa 3 mm in der Minute fortbewegen. Für den beschwerlichen Weg bis zum hinteren Ende des Eileiters, wo evtl. das zu befruchtende Ei wartet, benötigen sie etwa 3 Stunden, können dort aber etwa 4 Tage auf ihren Einsatz warten.


Der Samenleiter ist etwa einen halben Meter lang. Durch eine spiralig angeordnete Muskelschicht können die Samenleiter verkürzt werden, wobei sich gleichzeitig das Lumen vergrößert. Das hat zur Folge, dass die Spermien aus den Nebenhoden angesaugt werden.

In den Bläschendrüsen wird ein alkalisches Sekret erzeugt, das die Spermien im sauren Milieu der Scheide beweglicher machen soll).

Die Prostata besitzt die Größe einer Esskastanie. Das kastanienartig riechende Sekret enthält sehr viele Enzyme, die die Beweglichkeit und Befruchtungsfähigkeit der Spermien verbessern.

Auch das Sekret der Cowper-Drüse sorgt für den leicht alkalischen pH-Wert des Spermas.

Das abgegebene Sperma (3 bis 6 mL) besteht aus etwa 100 Mio. Spermien, 25 Vol-% Prostatasekret und 75 Vol-% Sekret der Bläschendrüse.

Geschlechtsorgane der Frau



Die Eizellen wachsen in den Eierstöcken heran. Anders als beim Mann erfolgt dieser Vorgang jedoch zyklisch.

Wird eine Eizelle befruchtet, so wandert der Keim im Eileiter in die Gebärmutter, wo er sich einnistet. Als Folge davon wird der Hirnanhangsdrüse signalisiert, dass die Gebärmutterschleimhaut erhalten werden soll. Die Muskulatur der Gebärmutter passt sich der Form des Embryos an. Bei der Geburt wird das Kind durch wiederholte Kontraktionen der Uterusmuskulatur, den Wehen, aus dem mütterlichen Schoß entlassen.



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