Salzsäure


Formeln



HCl







Herstellung


Seit Johann Glauber wird das Gas Chlorwasserstoff im Labor aus Kochsalz und konzentrierter Schwefelsäure hergestellt.
NaCl(s) + H_2SO_4 (aq) \ \rightarrow \ HCl (g) + NaHSO_4 (aq)

Neben dem Chlorwasserstoff entsteht Natriumhydrogensulfat.
In den Industrie kann man Chlorwasserstoff auch direkt aus den Elementen herstellen:
H_2 (g) + Cl_2 (g) \ \rightarrow \ 2 \ HCl (g)

Wird Chlorwasserstoff in Wasser eingeleitet, entsteht Salzsäure in einer Protolysereaktion nach Brønsted:
HCl (g) + H_2O (l) \ \rightarrow \ H_3O^+ (aq) + Cl^- (aq)

Arrhemius würde die Gleichung wie folgt formulieren:
HCl (g) \ \rightarrow \ H^+ (aq) + Cl^- (aq)





Eigenschaften


sehr gute Wasserlöslichkeit (ca. 500 l HCl lösen sich in einem Liter Wasser)
Dichte der 37 %#igen Salzsäure 1,20 g/cm3



Reaktionen


Bringt man eine Flasche mit konzentrierter Salzsäure und eine mit Ammoniakwasser dicht zusammen, entsteht ein weißer Rauch aus Ammoniumchlorid (NH4Cl):
HCl (aq) + NH_3 (g) \ \rightarrow \ NH_4Cl (s)

Unedle Metalle reagieren mit Salzsäure zu dem entsprechenden Metallchlorid und Wasserstoff:
HCl (aq) + Zn (s) \ \rightarrow \ ZnCl_2 (aq) + H_2 (g)
Mit unedlen Metallen und auch mit Kupfer klappt das nicht. Ein Gemisch aus Salpetersäure und Salzsäure, das als Königswasser bezeichnet wird, löst allerdings sogar Gold.




Verwendung


  • Aufarbeiten von Erzen
  • Metallverarbeitung (z.B. Ätzen)
  • Lösen von Kalk (CaCO_3)
CaCO_3 (s) + 2 HCl (aq) \ \rightarrow \ CaCl_2 (aq) + H_2O (l) + CO_2 (g)





Vorkommen


  • im Magensaft



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Johann Rudolph Glauber